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Keine Corona-Einschränkungen mehr

Virtueller Zürich-Marathon, 25. April 2021

30.04.2021 Laufbericht von Tina Koch
Virtueller Zürich-Marathon, 25. April 2021

Seit mittlerweile über einem Jahr macht uns allen die Corona-Krise zu schaffen und allzu schnell scheint auch kein Ende in Sicht. Vielen von uns fällt es schwer, sich an ein strukturiertes Training zu halten oder wenigstens regelmässig Sport zu treiben, wenn wir kein fixes Ziel vor Augen haben und das sind für uns Läufer klassischerweise die Volksläufe.

Immer wieder hatte man Hoffnung, dass der ein oder andere Lauf vielleicht doch stattfinden würde, aber leider wurde dann doch einer nach dem anderen abgesagt und jedes Mal wuchs die Enttäuschung.

Für 2021 hatte ich mir den Zürich-Marathon als Ziel gesetzt - in der Hoffnung, dass er eventuell auf der Original-Strecke ausgetragen werden kann.

So fing ich im Januar an, auf den 25.04. hinzutrainieren und es lief soweit alles nach Plan, aber leider wurde der Lauf vor Ort dann doch abgesagt und in ein – in den letzten Monaten immer häufiger werdendes – virtuelles Event umgewandelt. Nach kurzem Überlegen habe ich beschlossen, das Training fortzusetzen und an dem virtuellen Wettkampf-Ersatz teilzunehmen.

Letzten Sonntag war es dann so weit: Die Veranstalter hatten eine App speziell für den Zürich-Marathon entwickelt und so hatte man die Möglichkeit, auf einer beliebigen Strecke sein Rennen zu laufen und es via GPS zu tracken. Eine Besonderheit der Zürich-Marathon-App war ausserdem, dass den Läufern während des Rennens (über Kopfhörer) regelmässig nette Infos über Zürichs Sehenswürdigkeiten, an denen man gerade vorbeilaufen würde, sowie motivierende Anfeuerungen übertragen wurden. Das fand ich wirklich eine schöne Idee und hat etwas von der Anstrengung abgelenkt.

Neben der Marathon-Distanz konnte man sich auch für die 10km-Strecke oder für einen Halbmarathon anmelden, gestartet werden musste zwischen 8 und 11 Uhr.

So liefen an dem Tag 302 Läufer/Innen den Marathon, 445 den Halbmarathon und 669 den 10km-Cityrun. In Summe sind dies immerhin über 1400 Finisher/Innen, was für einen rein virtuellen Lauf durchaus bemerkenswert ist! 

Ich hatte mir vorgenommen, eine neue PB (persönliche Bestzeit) zu laufen, was ich alleine aber wohl niemals durchgehalten hätte. Meine grossartigen Kollegen vom Lauf-Treff haben mich unglaublich gut unterstützt: Alex und Baha liefen mit mir die gesamte Strecke als Pacemaker, Roger kam mit frischen Beinen ab Kilometer 15 dazu und auch Sven liess es sich nicht nehmen, 1,5 Runden auf unserer beliebten Strecke am Rheindamm zwischen Holz- und Langsamverkehrsbrücke mitzulaufen. 

Ausserdem waren Anita und Nicole mit am Start, sie liefen am selben Tag ein anderes virtuelles Rennen – den „Mein Frauenlauf Europa“: Anita begleitete unsere Gruppe auf 2,5 Runden, setzte sich dann mit einem super Tempo ab und lief mit einer Zeit von 1:40:35 einen sehr starken Halbmarathon und sogar auf Rang 1 (AK und Gesamtwertung).

Thomas sorgte am Streckenrand für eine phänomenale Renn-Verpflegung, die wirklich keine Wünsche offen liess, war als Sportfotograf tatkräftig im Einsatz und feuerte uns motivierend Runde für Runde an, sodass die Beine fast wie von selbst liefen.

Am Ende schaffte ich eine offizielle Zielzeit von 3:28:55 und damit den 4. Rang overall und sogar den 2. in der AK 30 (wobei ich nicht verschweigen möchte, dass nur 62 Frauen für den Marathon gestartet sind...).

 

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