Zum Inhalt springen

Keine Corona-Einschränkungen mehr

36. Swissalpine Davos 24. und 25. Juli 2021

26.07.2021 Laufbericht von Hilde Fässler
36. Swissalpine Davos 24. und 25. Juli 2021

5 Lauftreffler am K23 von Klosters nach Davos Natürlich ist bei Läuferinnen und Läufern vor dem Rennen das Wetter immer ein Thema. In diesem Sommer ist ja alles möglich, denn das Wetter ist äusserst wechselhaft. Für diesen Samstag war die Prognose gut, höchstens gegen Abend war mit Niederschlägen oder Gewittern zu rechnen. Dies zeigte zumindest ein Blick aufs Wetterradar im Handy.

Die fünf Lauf-Treff-Mitglieder Claudia Braun, Cornelia van Wier, Mario Morger, Bernhard Vögeli und ich, die mit dem Zug nach Klosters unterwegs waren, waren also optimistisch. Zu Recht, wie sich zeigte. Ich bin ja schon oft am Swissalpine in Davos unterwegs gewesen, aber an so gute Bedingungen kann ich mich kaum erinnern: Angenehme Temperatur, die Sonne fast immer leicht verdeckt, trockener Boden.
Aus Corona-Gründen gab es dieses Jahr nur 4 Kategorien: K68 als Königsdisziplin, K43, K23 und K10. Am Samstag starteten die Teilnehmenden am K68 und am K23, am Sonntag die K43er und die K10er. 
In Klosters angekommen, mussten wir ein Corona-Zertifikat und einen Ausweis zeigen und erhielten dann einen Bändel ums Handgelenk. Bei einigen war der allerdings sehr eng, vor allem, wenn während des Laufs die Hände etwas abschwollen. Für den K23 waren fast 900 Teilnehmende gemeldet. Die Stecke von Klosters über den Wolfgang nach Davos mit offiziellen 23.6km Länge und +681/-279 Höhenmetern ist offensichtlich sehr beliebt. 
Mir gefällt die Strecke gut, sie ist sehr abwechslungsreich, auch die Lauf-Unterlage. Es gibt einige Passagen, bei denen man den Boden gut im Auge haben muss, um nicht über Wurzeln oder Steine zu stolpern.
Diesmal hatte es recht früh die ersten Verpflegungsposten, aber auf der zweiten Streckenhälfte gab es davon eindeutig zu wenige. Ich war froh, meinen Trinkgurt mitgenommen zu haben. Uns allen ist aufgefallen, dass wir nach einer gewissen Zeit mit den gleichen Leuten unterwegs waren, diese z.T. mehrfach überholten, um dann von ihnen wieder überholt zu werden. Offensichtlich laufen nicht alle ein regelmässiges Tempo, natürlich auch wegen der vielen Steigungen, und die «Krisen» kommen halt zu sehr unterschiedlichen Zeiten.
Der Zieleinlauf war fast etwas gespenstisch, da keine Zuschauerinnen und Zuschauer erlaubt waren. Die Speaker gaben sich alle Mühe, um die Finisher bis ins Ziel anzufeuern und viele Läuferinnen und Läufer, die bereits angekommen waren, applaudierten den Neuankömmlingen. Aber eine Feststimmung wollte so nicht aufkommen. Die Siegerehrungen entfielen leider genauso wie das Duschen.
Wir Lauftrefflerinnen und Lauftreffler waren mit unseren Leistungen sehr zufrieden, feierten uns ein wenig, tauschten das verschwitzte Laufshirt gegen das neue sogenannte Event-Shirt aus, tranken noch etwas in der Nähe das Bahnhofs Davos Platz und liessen uns müde und glücklich mit der Bahn nach Hause chauffieren.
Übrigens: Der Anlass bleibt sich treu. So entpuppte sich die versprochene Medaille als simpler Pin. Und ständig gibt es Änderungen. Die neueste: 2022 bekommt der Anlass einen neuen Namen, irgendetwas mit «Trail». Ich fände es schön, wenn wenigstens der K23 so bleiben würde wie dieses Jahr.

Aus der Rangliste K23:
Schnellste Frau:      Judith Wyder, OL-Läuferin, 1988, in 1:44:00,3
Schnellster Mann:   Jason Rüesch, Langläufer, 1994, in 1:33:51,0
Zweiter:                     Arnold Aemisegger, 1976 in 1:34:13,6

Lauf-Treff
Claudia Braun: 22. W40 in 2:36:56,7
Mario Morger: 55. M50 in 2:47:15.0
Cornelia van Wier: 14. W50 in 2:58:59,0
Bernhard Vögeli: 29. M60 in 3:14:20,2
Hildegard Fässler: 2. W70 in 3:23:11,6

‹ Zur Liste